Ausgabe #14 Zwischen Panik und Perspektive - Was ETF-Abflüsse, neue Zölle und Liquidationen wirklich bedeuten – und wie du jetzt strategisch bleibst

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Der Kryptomarkt hat zum Monatswechsel einen herben Dämpfer bekommen. Neue US‑Zölle und die Signalwirkung der US‑Notenbank, die Zinsen vorerst nicht zu senken, lösten starke Abflüsse aus Krypto‑ETFs aus und drückten die Kurse kurzzeitig deutlich. Gleichzeitig liefen im Hintergrund Rekord‑Entwicklungen: institutionelle Liquidität stützte die Preise, und die technische Struktur bleibt intakt. In dieser Ausgabe blicken wir darauf, wie du diese Korrektur einordnen kannst, welche makroökonomischen Daten in den kommenden Tagen anstehen und wie du trotz Schwankungen den Kopf behältst.

Was dich in Ausgabe #14 erwartet

  • Persönlicher Tipp: So bleibst du entspannt, wenn der Markt Achterbahn fährt. 

  • Markt‑Update: Wie sich Bitcoin und Ethereum nach der Korrektur bewegen und warum ETF‑Abflüsse und US‑Zölle die Kurse kurzfristig belasten. 

  • Deep Dive: Warum wir es eher mit einer strategischen Abkühlung als mit einem Crash zu tun haben – Zahlen, Zusammenhänge und Insider‑Meinungen. 

  • Makro‑Kalender: Wichtige US‑Daten der aktuellen Woche – von Factory Orders bis zum Global Supply Chain Pressure Index. 

Mein persönlicher Tipp:

Volatilität fühlt sich nie angenehm an, doch sie gehört zum Krypto‑Alltag. Mein Rat für dich ist deshalb einfach: Definiere deine Zeithorizonte. Wenn du weißt, dass du einen Coin mehrere Jahre halten willst, siehst du in einer Korrektur eher eine Chance zum Nachkaufen als einen Grund zur Panik. Nutze Stop‑Loss‑Limits für kurzfristige Trades, aber lasse dich nicht aus langfristigen Positionen schütteln. Und vor allem: Bleibe informiert – dann hast du ein solides Fundament, auf dem du Entscheidungen triffst.

Markt & News-Überblick (KW 31 / 2025)

Krypto‑Markt

Der Kryptomarkt begann die Woche nach einer scharfen Korrektur wieder etwas stabiler. Am 3. August 2025 schloss Bitcoin (BTC) bei 112 554,9 USD, Ethereum (ETH) bei 3 397,49 USD. Trotz deutlicher Rücksetzer zeigt der längerfristige Trend weiter nach oben. Nachfolgend findest du die wichtigsten Entwicklungen:

  • Schwache Woche durch Tarife und ETF‑Abflüsse: U.S.‑Präsident Donald Trump verhängte neue Zölle gegen Asien und Europa, während die Federal Reserve signalisierte, vorerst keine Zinssenkung in Aussicht zu stellen. Diese Kombination löste die größten ETF‑Abflüsse seit Monaten aus. Bitcoin‑ETFs verzeichneten an nur zwei Tagen fast 1 Mrd. USD an Abflüssen, und auch Ethereum‑ETFs hatten 152 Mio. USD Abflüsse. Der Verkaufsdruck drückte Bitcoin kurzzeitig auf rund 114 000 USD, während Ether auf etwa 3 550 USD fiel, bevor sich Käufer wieder fanden. 

  • Liquidationen verschärfen die Bewegung: Laut CNBC sorgte die plötzliche Korrektur für 228 Mio. USD an Long‑Liquidationen bei Bitcoin und 262 Mio. USD bei Ethereum. Trader mussten Positionen zwangsweise schließen, was den Rückgang kurzfristig verstärkte.

  • Stützende Faktoren: Trotz der Abflüsse bleibt die Nachfrage von institutionellen Anlegern robust, wodurch die Volatilität gedämpft wird. Branchenexperte Jeff Mei bezeichnete die Korrektur als gesunde „strategische Abkühlung“ – ein Zeichen dafür, dass der Markt eher Luft holt, als in eine Krise zu rutschen.

Bitcoin‑ und Ethereum‑Kurse im Mehrjahresvergleich zeigen, wie wenig der aktuelle Rücksetzer im langfristigen Bild ins Gewicht fällt:

Coinbase‑Bitcoin‑Preis seit 2020 (Quelle: FRED – Federal Reserve Bank of St. Louis)

Coinbase‑Ethereum‑Preis seit 2020 (Quelle: FRED – Federal Reserve Bank of St. Louis)

Aktienmarkt

Während Krypto die Auswirkungen der neuen Zölle sofort zu spüren bekam, hielten sich die großen US‑Indizes wacker. Der S&P 500 konsolidierte in einer engen Spanne, da Investoren auf frische Konjunkturdaten warteten. Zölle und die Aussicht auf länger hohe Zinsen belasten jedoch exportorientierte Branchen, während Tech‑Aktien dank stabiler Gewinne relativ widerstandsfähig bleiben. Ein erneuter Schwenk der Geldpolitik könnte hier wieder Dynamik bringen.

Rohstoffe & Wirtschaft

Der Rohstoffsektor reagierte gemischt: Gold profitierte als sicherer Hafen, während Ölpreise aufgrund der Zollnachrichten volatil blieben. Die wichtigste makroökonomische Variable bleibt die Geldpolitik. Der folgende Langfristchart verdeutlicht, wie stark sich der federal funds rate, also der Leitzins der USA, in den letzten Jahrzehnten verändert hat:

Federal Funds Effective Rate (FEDFUNDS) – historischer Verlauf (Quelle: FRED)

Auch der US‑Handelsbilanzdefizit bleibt ein wichtiges Thema. Die jüngsten Daten zeigen, dass das Defizit auf einem hohen Niveau verharrt. Die folgende Grafik visualisiert die Entwicklung der Handelsbilanz seit den 1990er‑Jahren:

US‑Handelsbilanz (Balance of Payments Basis) – Entwicklung bis 2025 (Quelle: FRED)

Deep Dive:
Warum diese Korrektur keine Krise ist

Die aktuellen Schlagzeilen lassen es dramatischer klingen, als es ist. Schauen wir genauer hin:

Was löste den Rückgang aus? In den Tagen vor dem 4. August kamen mehrere Faktoren zusammen. Trump kündigte frische Zölle an, was Sorgen über höhere Inflation und geringere Wachstumsimpulse schürte. Parallel dazu signalisierte die Federal Reserve Zurückhaltung bei Zinssenkungen. Diese Mischung dämpfte die Risikobereitschaft – und Fondsmanager entzogen ihren ETFs Gelder in dreistelliger Millionenhöhe. Viele Trader gerieten durch plötzliche Kursrückgänge in sogenannte Long‑Liquidationen – insgesamt über 228 Mio. USD bei Bitcoin und 262 Mio. USD bei Ethereum.

Warum ist das nicht dramatisch? Trotz der schlagzeilenträchtigen Zahlen sprechen mehrere Indikatoren gegen Panik:

  • Fundamentaler Trend: Die Grafiken oben zeigen, dass der jüngste Rückgang lediglich eine kurze Delle in einem langfristigen Aufwärtstrend darstellt. Seit Mitte 2023 hat sich Bitcoin mehr als vervierfacht, und Ethereum bleibt trotz Schwankungen deutlich über den Tiefs von 2022.

  • Institutionelle Nachfrage: Studien zeigen, dass institutionelle Käufer weiterhin aktiv sind und Kursstürze zum Aufstocken nutzen. Die Marktbreite (also wie viele Coins im Aufwärtstrend liegen) bleibt höher als während früherer Bärenmärkte.

  • Keine fundamentale Schieflage: Anders als 2022, als Insolvenzen im DeFi‑Sektor Schlagzeilen machten, ging der jüngste Rücksetzer nicht mit Pleiten oder massiven Sicherheitsvorfällen einher. Der Hauptgrund waren politische Maßnahmen – also externe Schocks –, die sich meist nur temporär auswirken.

Was sagen Experten? Jeff Mei, COO der Börse BTSE, bezeichnete den Einbruch als „strategische Abkühlung“ und merkte an, dass sich Käufer schnell zurückmeldeten. Analysten von PYMNTS sprechen von einer „berechneten Pause“ – einer gesunden Verschnaufpause, die nach dem starken Anstieg im Juli fällig war.

Personal Insight:

Volatilität fühlt sich nie angenehm an, doch sie gehört zum Krypto‑Alltag. Mein Rat für dich ist deshalb einfach: Definiere deine Zeithorizonte. Wenn du weißt, dass du einen Coin mehrere Jahre halten willst, siehst du in einer Korrektur eher eine Chance zum Nachkaufen als einen Grund zur Panik. Nutze Stop‑Loss‑Limits für kurzfristige Trades, aber lasse dich nicht aus langfristigen Positionen schütteln. Und vor allem: Bleibe informiert – dann hast du ein solides Fundament, auf dem du Entscheidungen triffst.

In der vergangenen Woche habe ich das Auf und Ab des Marktes nicht nur auf dem Bildschirm, sondern auch im Alltag gespürt. Zwischen Meetings, Familienfeier und einem zu spät gebuchten Zug wollte ich diesen Newsletter schon „eben schnell“ runterschreiben – und hätte ihn dabei fast verschoben. Am Bahnhof, mit einem schlechten Kaffee in der Hand, rief mich ein Freund an, der panisch seine Positionen verkaufen wollte. Wir sprachen darüber, wie uns Emotionen zu impulsiven Handlungen verleiten und wie wichtig es ist, ruhig zu bleiben. 

Diese Episode hat mir wieder gezeigt: Es sind nicht die Kursschwankungen, die uns aus dem Konzept bringen, sondern unser Umgang mit ihnen. Genauso wie ein verpasster Zug nicht das Ende der Reise bedeutet, ist eine Korrektur keine Katastrophe, sondern Teil einer längeren Fahrt. Diese Erkenntnis wollte ich mit dir teilen – und hoffentlich motiviert sie dich, beim nächsten „Bahnsteigwechsel“ in den Märkten gelassen zu bleiben.

Jetzt bist du dran!

Wie gehst du mit solchen Korrekturen um? Hast du deine Strategie angesichts der neuen Zölle angepasst oder nutzt du Rücksetzer zum Nachkaufen? Schreib mir deine Gedanken und Erfahrungen – ich bin gespannt auf deinen Blickwinkel!

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